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Getrennt erziehen

Getrennt erziehen: ein Betreuungsplan, der für alle passt

Zwei Zuhause, ein Ziel: Die Kinder sollen wissen, wo sie wann sind – und ihr wollt nicht jede Woche neu verhandeln. Hier findet ihr die gängigen Betreuungsmodelle, was in einen guten Plan gehört, wie ihr Kosten fair teilt und eine Vorlage, mit der ihr euren Rhythmus ausprobieren und ausdrucken könnt.

Die gängigen Betreuungsmodelle

Welches Modell passt, hängt vom Alter der Kinder ab, wie weit die beiden Zuhause auseinander liegen und wie eure Arbeitszeiten sind. Die Prozentzahl zeigt, wie viele Tage die Kinder beim zweiten Elternteil sind.

Wochenwechsel 50 %

Eine Woche hier, eine Woche dort. Wenige Übergaben, ruhige Wochen. Passt oft für Schulkinder, wenn beide Zuhause im gleichen Schulkreis liegen. Für kleine Kinder kann eine Woche lang sein.

2-2-3 50 %

Zwei Tage hier, zwei Tage dort, drei Tage hier – in der nächsten Woche umgekehrt. Kurze Trennungen von beiden Eltern, dafür viele Übergaben. Wird oft für Kleinkinder gewählt.

2-2-5-5 50 %

Montag und Dienstag immer bei einem, Mittwoch und Donnerstag immer beim anderen, die Wochenenden mit Freitag wechseln ab. Feste Wochentage erleichtern Hobbys und Schule.

Jedes 2. Wochenende 14 %

Die Kinder wohnen hauptsächlich bei einem Elternteil und verbringen jedes zweite Wochenende beim anderen. Oft kommt ein fester Abend unter der Woche oder ein Teil der Ferien dazu.

Daneben gibt es viele eigene Lösungen, zum Beispiel 60/40 wegen Arbeitszeiten. Wichtig ist nicht das Modell, sondern dass es für die Kinder verlässlich ist.

Was in einen guten Betreuungsplan gehört

  1. Der Rhythmus. Welches Modell, ab welchem Datum – und bei wem die Kinder in der ersten Woche sind.
  2. Die Übergaben. Wann und wo: nach der Schule, am Abend, vor der Haustür? Wer bringt, wer holt? Übergaben an Schule oder Kita ersparen den Kindern Abschiedsszenen.
  3. Ferien und Feiertage. Wie werden die Schulferien geteilt? Weihnachten, Ostern und Geburtstage abwechselnd jedes Jahr – das rechtzeitig abzumachen, verhindert Streit im Dezember.
  4. Tausch-Regeln. Wie früh fragt man an, wie schnell antwortet der andere, und wird ein getauschter Tag zurückgegeben?
  5. Kosten. Was deckt der Unterhalt, und wie werden Extras wie Schullager, Zahnarzt oder ein neues Velo geteilt?

Betreuungsplan-Vorlage zum Ausdrucken

Rhythmus wählen, Startdatum setzen – die Vorlage zeigt die nächsten 12 Wochen, wer die Kinder an welchem Tag hat und wann die Übergaben sind. A4 quer, gratis, ohne Konto. Eure Eingaben bleiben auf diesem Gerät und werden nirgends hin geschickt.

1. Wer?
2. Welcher Rhythmus?
3. Ab wann und Übergabe

Vorschau

Gemeinsame Ausgaben fair teilen

Was der Unterhalt abdeckt, steht in eurer Vereinbarung oder im Entscheid. Daneben fallen oft Extras an: Schullager, Zahnspange, Musikschule, Skiausrüstung. Hilfreich ist, vorher abzumachen, welche Ausgaben ihr teilt, in welchem Verhältnis – 50/50 oder nach Einkommen – und ab welchem Betrag ihr euch vorher absprecht.

Erfasst Ausgaben laufend statt am Jahresende, und gleicht regelmässig aus, zum Beispiel jeden Monat. Dann wird aus vielen kleinen Beträgen kein grosser Streitpunkt.

Tauschen ohne Streit

Geschäftsreise, Geburtstagsfest, Grosseltern zu Besuch: Ein Tausch gehört dazu. Was hilft: früh anfragen, kurz und sachlich bleiben, klar sagen, welcher Tag dafür zurückkommt – und Antworten schriftlich festhalten. So weiss später niemand mehr «etwas anderes».

Und: Die Kinder sind nicht die Boten. Abmachungen laufen zwischen den Eltern, nicht über den Rucksack.

Betreuungsplan in FamilyBuddy

Zwei Zuhause. Ein Plan für die Kinder.

FamilyBuddy hält den Plan, die Tauschanfragen und die gemeinsamen Ausgaben an einem Ort – sachlich und nachvollziehbar.

  • Wochenwechsel, 2-2-3, 2-2-5-5, jedes 2. Wochenende oder eigenes Muster – mit Übergabe-Zeit und -Ort, Ferien und Ausnahmen
  • Tausch anfragen: Der andere Elternteil antwortet mit Ja oder Nein, der Plan passt sich an, alles bleibt im Verlauf
  • Gemeinsame Ausgaben erfassen, nach Anteilen teilen, ausgleichen und als Abrechnung drucken – sehen können sie nur die beiden Eltern
  • Privat bleibt privat: Eigene Kalender «nur ich», «nur beschäftigt» oder «nur Wichtiges» – auch gegenüber dem anderen Elternteil
  • Erinnerung am Übergabetag – für Eltern und Kinder, die sehen, bei wem sie heute sind

CHF 5.– pro Monat für die ganze Familie, Daten in der Schweiz. Mehr auf der Startseite · Anleitung Betreuungsplan

Betreuungsplan mit Übergaben und Tauschanfrage in FamilyBuddy
Gemeinsame Ausgaben mit Saldo zwischen zwei Elternteilen

Häufige Fragen zum Betreuungsplan

Welches Betreuungsmodell ist das richtige?

Das hängt vom Alter der Kinder, vom Weg zwischen den beiden Zuhause und von euren Arbeitszeiten ab. Kleine Kinder kommen oft mit kürzeren Abständen besser zurecht, zum Beispiel 2-2-3. Schulkinder schätzen feste Wochentage oder einen Wochenwechsel. Probiert ein Modell einige Wochen aus und passt es gemeinsam an.

Was ist der Unterschied zwischen 2-2-3 und 2-2-5-5?

Beim 2-2-3 wechseln die Tage jede Woche: Wer diese Woche Montag und Dienstag hat, hat nächste Woche Mittwoch und Donnerstag. Beim 2-2-5-5 bleiben Montag/Dienstag und Mittwoch/Donnerstag immer beim gleichen Elternteil, nur die Wochenenden wechseln ab.

Wie regeln wir Ferien und Feiertage?

Viele Eltern teilen die Schulferien hälftig und wechseln Weihnachten, Ostern und Geburtstage jedes Jahr ab. Haltet die Abmachung schriftlich fest und tragt die Ferien früh im Jahr ein. In FamilyBuddy sind das Ausnahmen im Plan, die den normalen Rhythmus für diese Tage ersetzen.

Wer zahlt Extras wie Schullager oder Zahnarzt?

Was der Unterhalt abdeckt, steht in eurer Vereinbarung oder im Entscheid. Für Extras hilft eine feste Abmachung, etwa 50/50 oder nach Einkommen, und ein Betrag, ab dem ihr euch vorher absprecht. Im Zweifel klärt das eine Beratungsstelle oder Mediation.

Müssen beide Elternteile FamilyBuddy nutzen?

Für Tauschanfragen und gemeinsame Ausgaben ja: Beide Elternteile sind in derselben FamilyBuddy-Familie. Eigene Kalender können dabei privat bleiben oder nur als «beschäftigt» erscheinen. Das Abo von CHF 5.– pro Monat gilt für die ganze Familie.

Ist die Vorlage gratis und brauche ich ein Konto?

Ja, die Vorlage ist gratis und ohne Konto. Eure Eingaben bleiben nur auf eurem Gerät und werden nicht verschickt. FamilyBuddy ersetzt keine Rechts- oder Familienberatung.

Unterstützung bei Trennung und Erziehungsfragen: Anlaufstellen für Familien